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22.08.2013, 14:02 Uhr | Barbara Büscher
Johannesschule muss erhalten bleiben
Auswirkungen der schulischen Inklusion auf die Förderschulen im Kreis Borken
Durch den Beschluss des Düsseldorfer Landtages von 2010, die UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung auf alle Lebensbereiche auszuweiten, folgt eine Neuorientierung der Sonderpädagogischen Förderung. Aufgrund der inklusiven Beschulung der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Grundschulen und aufgrund des demografischen Wandels hat sich auch in diesem Bereich die Schülerzahl verringert (Johannesschule im Schuljahr 2012/2013 108 Schüler/innen). Daher ist es fraglich, ob auf Dauer alle sechs Förderschulen im Kreis Borken zu halten sein werden.

Nach derzeitigem Sachstand beim Inkrafttreten des 9. Schulrechtsänderungsgesetzes und der Verordnung über die Schulgröße sind 144 Schülerinnen und Schüler im Bereich der Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ als Mindestgröße erforderlich. Danach wäre auch der Erhalt der Stadtlohner Johannesschule neben vier weiteren Förderschulen im Kreis Borken (außer Vreden und Bocholt) gefährdet. Diese Schulen dürften dann ab dem Schuljahr 2014/2015 keine neuen Schülerinnen und Schüler mehr aufnehmen (Auslauf der Modellphase Kompetenzzentren).

Demzufolge hat der Kreistag eine Resolution an die Landesregierung gerichtet und darin den Erhalt der Förderschulen angemahnt. Dieser Resolution hat sich ebenfalls einstimmig der Rat der Stadt Stadtlohn angeschlossen.

Im Antwortschreiben des Landesschulministeriums an den Landrat Dr. Kai Zwicker wird auf die Möglichkeit hingewiesen, Schulen zusammenzulegen oder Verbünde zu schaffen.

Derzeit laufen auf Kreisebene Bemühungen für den Erhalt der Förderschulen im Kreis Borken.

Ein in Auftrag gegebenes Gutachten beim Institut für Schulentwicklungsplanung wird im September ausgewertet. Dr. Heinfried Habeck von der TU Dortmund hat das Kompetenzzentrum Johannesschule bereits besichtigt.

Desweiteren hat der Kreistag am 18. Juli 2013 der Erstellung eines Inklusionsplanes im Bereich Bildung (eingereicht vom AK Behindertenhilfe) einstimmig zugestimmt.

Darin heißt es unter Punkt 2 des Beschlussvorschlages:  Der Kreistag bekennt sich ausdrücklich zu der Zielsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, die allen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu einem inklusiven Bildungssystem ermöglichen soll.

Unter Punkt 4 heißt es : Die Verwaltung wird beauftragt, in Abstimmung mit den 17 Städten und Gemeinden einen kommunalen Inklusionsplan für den Bereich Bildung im Kreis Borken zu erarbeiten, sobald die noch ausstehenden Vorgaben des Landes NRW als Schulgesetzgeber vorliegen und parallel die weitere Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems im Kreis Borken vorbereitet.

Die Inklusion stellt eine große Herausforderung für Schulen, Lehrer und Schülerinnen und Schüler dar, wobei die gute pädagogische Arbeit – gerade für Kinder, für die die spezielle Förderung in einer eigenen Schule den besseren Weg darstellt, immer noch wichtiger als äußere Faktoren wie die Größe einer Schule.

Für Stadtlohn setzt sich das Kreistagsmitglied Barbara Büscher unter anderem als Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Gesundheit und als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Bildung und Schule ein.

 

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